Quantenphilosophie

(Von Luca Rohleder)

Das „Drei-Ich-Modell nach Rohleder“ beruht im wesentlichen darauf, dass ich voraussetze, dass eine „Unsichtbare Welt“ existiert. Diese Ansicht vertritt im Übrigen auch die Grundlagenphysik bzw. Astrophysik. Wer sich dafür interessiert, erhält hier einen kleinen Exkurs in Sachen Quantenphilosophie.

Um die Welt zu erklären, verfolgt heute die internationale Elite der intelligentesten und am besten ausgebildeten Physiker und Mathematiker derart abenteuerliche und phantastische Thesen, dass im Vergleich dazu so manche esoterische Spinnerei und so mancher spiritueller Aberglaube geradezu realistisch und bodenständig klingen.

Ich räume an dieser Stelle also ein, ein großer Anhänger der Quantenphilosophie zu sein. Das hat im Übrigen eine recht simple Ursache. Ich durfte in jungen Jahren einen technisch-naturwissenschaftlichen akademischen Abschluss machen. Auch wenn ich in meinem Lebenslauf unzählige Male Branche und Tätigkeit gewechselt habe und immer wieder völlig anders geartete Berufs- und Zusatzqualifikationen erworben habe (typisch für Hochsensible), so ist doch meine Affinität zur Physik (besonders Astrophysik) und der Mathematik nie ganz erloschen.

Ich bin kein Anhänger von Glaubensgemeinschaften und sonstigen spirituellen Vereinigungen. Dennoch ist unbestritten, dass man beispielsweise mit der Lehre des Christentums sicher nichts falsch machen kann. Diese ehrenwerte Philosophie der Leidüberwindung durch Glaube und Nächstenliebe ist sicher nicht weit entfernt von denen in meinen Büchern vorgestellten Lebenskonzepten.

Zurück zur Physik: Ich werde Sie nicht mit endlosen und trockenen quantenphilosophischen Abhandlungen quälen. Das heißt, ich reiße nur sehr kurz einige Fachgebiete der Teilchenphysik bzw. der theoretischen Physik an und Sie entscheiden selbst, ob das für Sie faszinierend klingt und Sie sich in Zukunft vielleicht ein wenig mehr damit beschäftigen möchten.

Beginnen wir mit der Erklärung, warum die heutige Grundlagen- und Astrophysik vor einem Paradigmenwechsel steht. Derzeit herrscht ein großer Aufruhr bei den wissenschaftlichen Eliten. Es zeichnet sich gerade ab, dass alles, was wir über die Welt glaubten zu wissen, sich als Irrtum herausstellt. Die Bildungsarroganz der Wissenschaft, die vorgab, uns alles erklären zu können, ist vorbei. Akademische Kreise geben heute kleinmütig zu, dass wir vielleicht schon in naher Zukunft den Großteil unserer Lehrbücher in den Müll werfen können. Der Glaube an die Allmacht der Wissenschaft bröckelt. Sie hält den Stein der Weisen nicht mehr in der Hand. Eine erfrischende Bescheidenheit ist eingekehrt. Wir werden wahrscheinlich ganz von vorne anfangen müssen, um die Welt zu erklären. Dazu hat folgende Entdeckung maßgeblich beigetragen.

 

Dunkle Materie und dunkle Energie

Bereits im Jahr 1933 stellte der Schweizer Physiker und Astronom Fritz Zwicky (* 1898 – † 1974) fest, dass ein großer Galaxienhaufen („Coma-Haufen“) eine zu große Streuung in der Geschwindigkeit seiner Einzelgalaxien (circa 1 000 Galaxien) aufweist. Er konnte mathematisch nachweisen, dass dieses ganze Gebilde niemals zusammenhalten würde, wenn man die Gesetze der Zentrifugal- und Gravitationskraft anwendet.

Noch bis in die 1960er-Jahre wurde seine These, dass es eine andere Kraft geben müsse, die den „Coma-Haufen“ zusammenhält, als wirre Spinnerei abgetan. Bis dahin ist man gemäß den Newton’schen Gesetzen einfach davon ausgegangen, dass auch die Planeten unseres Sonnensystems nur deshalb stabil in ihren Umlaufbahnen ihre Kreise ziehen können, weil die Gravitationskraft der Sonne (Anziehungskraft der Materie) identisch ist mit der nach außen wirkenden Zentrifugalkraft der Planeten aufgrund ihrer Bewegung in einem Kreis.

Dieses Prinzip ist vergleichbar mit dem Wurfhammer, den ein Hammerwerfer in seiner Hand um sich herum beschleunigt, bevor er loslässt. Die im Kreis bewegte Materie des Wurfhammers wirkt aufgrund der Zentrifugalkraft nach außen. Damit der Athlet nicht von dieser Kraft aus seinem Wurfkreis gerissen wird, muss er exakt mit der gleichen Kraft dagegenhalten wie der, mit der der Wurfhammer nach außen drängt. Erst wenn er loslässt, kann sich die Zentrifugalkraft frei entfalten – der Wurfhammer schießt in die Ferne. Wird also im Universum Materie im Kreis bewegt, was bei nahezu allen Himmelskörpern der Fall ist, muss es immer eine Gegenkraft geben, die das Ganze in einem stabilen System zusammenhält. Die Annahme, dass diese Gegenkraft immer die Anziehungskraft eines Körpers bzw. Gebildes ist, wie beispielsweise ein schwarzes Loch in der Mitte einer Galaxie oder die Sonne als Zentrum eines Planetensystems, hat sich allerdings als schwerwiegender Irrtum erwiesen. Die Schwerkraft der Masse, die im Zentrum dazu nötig wäre, ist einfach nicht vorhanden.

Die Bedeutung dieser Erkenntnis hat gewaltige Auswirkungen auf alle bis dahin geltenden physikalischen Gesetze. Das Gespenstische an dieser Tatsache ist, dass es etwas Unbekanntes geben muss, das das Universum zusammenhält und beeinflusst. Man hat dieses nicht Greifbare und Unsichtbare erst einmal DUNKLE MATERIE und DUNKLE ENERGIE genannt (die Bezeichnung „dunkel“ ist natürlich nicht gerade glücklich gewählt).

Mittlerweile weiß man, dass Zwicky recht hatte. Spätestens mit der Entdeckung und dem Nachweis von Gravitationslinieneffekten bestreitet heute niemand mehr, dass dieser DUNKLE Einfluss auf unser Universum tatsächlich existiert. Durch diesen Effekt wird auch das Licht in einem Gravitationsfeld abgelenkt. Wenn man daher bestimmte Galaxien beobachtet, entstehen gekrümmte Lichtstrahlen. Wenn man jedoch nach der Materie sucht, die mit ihrer Gravitationskraft (Anziehungskraft) dafür die Ursache sein muss, entdeckt man kaum sichtbare Materie. Das geheimnisvolle Medium in unserer Welt beeinflusst also auch das Licht.

Das absolut Phantastische ist jedoch, dass sich folgende Tatsache ergeben hat: Das Universum besteht aus circa zwei Dritteln DUNKLER ENERGIE und einem Viertel DUNKLER MATERIE. Der Umkehrschluss klingt noch abenteuerlicher: Nur fünf Prozent unserer Welt ist sichtbar. Und da Menschen, unsere Erde und überhaupt das ganze Leben unbestritten zur sichtbaren Materie zählen, sitzen wir natürlich auch mit im Boot.

Es wird aber noch abenteuerlicher: Die weltweite Elite der Wissenschaft hat bis heute keinen blassen Schimmer, aus was dieses unsichtbare Medium, das die Dinge im Universum bestimmt, bestehen könnte. Keiner weiß, ob es Teilchen, Felder, Energien oder sonst was sind. Man weiß nur eines – es ist da und macht den Löwenanteil von circa 95 Prozent allen Seins aus.

Nur fünf Prozent unserer Welt sind von bekannter Natur.

Nur ein Schelm käme auf die Idee, dass diese anderen 95 Prozent, die ganze Sonnensysteme und Galaxien beeinflussen, nicht auch unser Leben beeinflussen könnten. Wäre dies der Fall, dann könnten wir auch alle psychologischen Lehrbücher in die Tonne hauen. Aber auch die moderne Gehirnforschung würde sich geradezu lächerlich machen. Sie würde sich mit einem Teil unseres Körpers beschäftigen, der so geringe Auswirkungen auf unser Leben hat, dass es nahezu absurd wäre, mögliche Forschungsergebnisse für realitätsnahe Annahmen zu halten.

Oder ist die dunkle Materie/Energie einfach nur ein alter Hut? Ist es nicht etwa das Thema, von dem die großen spirituellen Führer der Menschheitsgeschichte schon immer berichteten – nur eben in einer einfachen Bildersprache, die das jeweilige Zeitalter und den jeweiligen Wissensstand der Gesellschaft berücksichtigte?

Die Spitzenwissenschaft kann darüber keine Aussagen treffen und ich erst recht nicht. Eins steht jedoch fest:

Wir sollten damit rechnen, dass die sichtbare Welt für den Verlauf unseres Lebens nahezu keine Rolle spielt.

Machen Sie sich selbst Ihre Gedanken. Vielleicht ist es zu gewagt oder sogar hochgradig fahrlässig, Querverbindungen zur Philosophie herzustellen. Wichtig ist nur eines: Wenn es um die Beschreibung unserer Welt geht, war die internationale Spitzenwissenschaft noch nie so ratlos wie heute. Das Ganze hat jedoch auch seine positiven Seiten. In nicht kommerzialisierten, das heißt unabhängigen, Wissenschaftskreisen ist man heute bereit, sich abenteuerlichen Thesen zu stellen: Vor wenigen Jahren hätte man noch üblen Spott für so manche Aussage von der akademischen Elite geerntet und die eine oder andere wissenschaftliche Karriere wäre beendet gewesen. Ein kleines Beispiel für die neuartige Demut der Wissenschaft ist die heute allgemein akzeptierte Suche nach der „Antiwelt“.

 

Antimaterie

Der stark vereinfachte Ansatz, um den Aufbau unserer sichtbaren Welt zu beschreiben, besteht darin, dass es unterschiedliche Atome gibt. Sie sind die Bausteine, aus denen alle festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffe bestehen. Alle Materialeigenschaften dieser Stoffe sowie ihr Verhalten in chemischen Reaktionen werden durch die Eigenschaften und die räumliche Anordnung der Atome, aus denen sie aufgebaut sind, festgelegt. Jedes Atom gehört zu einem bestimmten Element (siehe Periodensystem) und bildet dessen kleinste Einheit. Zurzeit sind 118 Elemente bekannt, von denen etwa 90 auf der Erde natürlich vorkommen. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrer Fähigkeit, mit anderen Atomen chemisch zu reagieren und sich zu Molekülen oder festen Körpern zu verbinden.

Alle Elemente sind durch den Urknall und die darauf folgenden Fusionsprozesse in den Sternen sowie die gewaltigen Explosionen im Weltall entstanden. Die uns heute bekannte sichtbare Welt, und natürlich auch der Mensch selbst, besteht infolgedessen aus Sternenstaub. Das heißt, der Urknall sowie alle anderen sich anschließenden Prozesse sind nichts anderes als ein Produktionsmechanismus, um Elemente entstehen zu lassen. Kurz nach dem Urknall gab es im Übrigen nur leichte Elemente, vor allem Wasserstoff und Helium. Schwerere Atome entstanden erst im Lauf von Jahrmilliarden.

Die Atome selbst bestehen wiederum aus Elektronen (negativ geladen), Neutronen (neutral) und Protonen (positiv geladen). Kommen wir zur Frage: „Was ist nun Antimaterie?“

Die Wissenschaft kann sie schon heute synthetisch herstellen. Dabei werden die Vorzeichen der Ladungen einfach negiert, das heißt, die Elektronen sind positiv geladen und die Protonen negativ. Es entsteht praktisch ein Atomzwilling, der sich nur durch sein negatives Vorzeichen unterscheidet. Treffen eine solche Materie (positiv) und Antimaterie (negativ) zusammen, löst sie sich praktisch „in Luft auf“. Es entsteht lediglich ein Lichtbogen und das war es.

Die Astrophysik rechnet heute ernsthaft mit der Möglichkeit, dass Regionen im Weltall oder andere Dimensionen existieren, in denen eine Antiwelt vorzufinden ist. Also eine Welt, die mit unserer bekannten Welt vergleichbar ist – nur eben mit einem negativen Vorzeichen.

Wie ernst man davon überzeugt ist, zeigt eines der größten Forschungsbudgets bei der internationalen Raumstation ISS: Es ist das Alpha Magnetic Spectrometer (AMS), das im Mai 2011 auf der ISS angebracht wurde und seitdem kontinuierlich Daten sammelt.

Dieses Mammutprojekt ist sozusagen eine der Rechtfertigungen, warum Milliarden von Steuergeldern für dieses internationale Weltraumprojekt notwendig sind. Es ist das größte Forschungsgerät aller Zeiten im All. Neben der Erforschung der Dunklen Materie wird in der Hauptsache nach der Antiwelt gefahndet.

Um das recht einfach zu bewerkstelligen, sucht das AMS in der Hauptsache nach Anti-Helium. Warum ausgerechnet Helium, werden Sie sich fragen. Die Antwort ist recht plausibel: Anti-Helium kann nicht synthetisch hergestellt werden. Helium kann nur aufgrund von Fusionsprozessen in Sonnen entstehen. Das bedeutet, weist das AMS auf der ISS nur ein einziges Anti-Helium-Atom nach, wäre dies der Beweis, dass Anti-Sonnen und damit auch Anti-Welten tatsächlich existieren.

Und wie gesagt, dies ist eines der maßgeblichen Forschungsprojekte auf der ISS. Sie sehen, die Wissenschaft nähert sich immer mehr Thesen an, die auch aus einem Science-Fiction-Roman stammen könnten. Es wird aber noch phantastischer.

Antimaterie ist nichts anderes als unsere bekannte Materie, nur eben mit einem negativen Vorzeichen. Alle kennen die weltberühmte Formel von Einstein e = mc2, wonach Energie gleich Materie multipliziert mit der Lichtgeschwindigkeit im Quadrat ist. Geschwindigkeit enthält die Funktion der Zeit. Setzt man nun in diese Formel eine solche Materie ein, die mit einem negativen Vorzeichen versehen ist (wie unsere Antimaterie) und löst das Ganze nach der Zeit auf, ergibt sich eine negative Zeit.

Falls es eine AntiWelt gibt, gibt es eine Welt, in der die Zeit rückwärts läuft.

Spätestens jetzt müsste bei Ihnen allmählich eine Gänsehaut entstehen. Und ich möchte betonen, dass das keine esoterische Spinnerei ist. Die ISS mit ihrem gigantischen Antimaterie-Forschungsprojekt ist Realität. Sie zieht beständig über unseren Köpfen im Weltraum ihre Bahnen. Und das AMS existiert nur deshalb, weil die Elite der Astrophysik und Grundlagenphysik heute mit allem rechnet.

Noch einmal zur Wiederholung: Wenn Materie auf Antimaterie trifft, löst sie sich unter der Abgabe eines intensiven weißen Lichtbogens auf. Es gibt Philosophen, die dieses Phänomen mit der Beschreibung von Menschen in Verbindung bringen, die eine Nahtoderfahrung erlebt haben. Dabei berichten sie wiederholt von einem hellen Licht.

Ist dieses helle Licht kurz nach unserem Tod vielleicht nichts anderes als ein Lichtbogen, weil zwei Welten mit unterschiedlichen Vorzeichen gerade in Kontakt kamen. Die eine Welt mit der bekannten Zeit und die andere mit der rückläufigen? Wer weiß. Sicher sind dazu viele weitere Überlegungen und unterschiedliche Philosophien denkbar.

Werden Sie sich bewusst, dass in Sachen Weltanschauung, also wie unser Dasein aufgebaut ist, keine Grenzen mehr gesetzt sind. Erst diese neue Offenheit für atemberaubende Theorien hat bei der Wissenschaft zum Vorschein kommen lassen, dass wir fast zwei Jahrhunderte (seit dem Beginn der modernen Wissenschaft) einem dekadenten und arroganten Irrtum unterlegen sind. Der menschliche Traum, unser Dasein vollständig vermessen, verstehen und kontrollieren zu können, ist mehr oder weniger endgültig geplatzt. Einige weitsichtige und unabhängige Wissenschaftler hegen schon heute den Verdacht, dass wir wahrscheinlich niemals die Grundprinzipien unseres Lebens herausfinden werden. Dies zeigt auch ein weltberühmtes Experiment, das ich nun im Folgenden kurz anreiße.

 

Doppelspalt-Experiment

Ich werde weiterhin mit meinen eigenen Worten versuchen, Ihnen einige Aspekte der Quantenphysik näherzubringen. Gleichzeitig bitte ich um Nachsicht bei denjenigen Lesern, die zu den ausgewiesenen Experten der Physik und Mathematik zählen. Sicher könnte einiges präziser und vollständiger erklärt werden. Aber wie gesagt, ich möchte hier kein Seminar für Physik abhalten, sondern lediglich einige Leserinnen und Leser inspirieren.

1802 führte der englische Physiker und Augenarzt Thomas Young (* 1773 – † 1829) das sogenannte Doppelspalt-Experiment erstmals durch, um die Wellennatur des Lichtes zu beweisen. 1961 wurde dieses Experiment mit Elektronen durch den deutschen Physiker Claus Jönsson (* 1930) durchgeführt und gelingt inzwischen auch mit Atomen und Molekülen.

Grundsätzlich geht es um die Frage, was Teilchen (Quanten), Atome oder Moleküle machen, wenn ihr Verhalten vom Menschen beobachtet bzw. gemessen wird. Dabei werden Quantenteilchen (zum Beispiel ein Lichtteilchen) auf eine Platte mit zwei Schlitzen geschossen.

Erstaunlicherweise zeigt sich, dass das Teilchen durch beide Schlitze gleichzeitig dringt und sich dahinter wellenartig mit sich selbst überlagert. Dadurch entsteht hinter den Schlitzen ein Wellenmuster, das sich nur durch die Annahme erklären lässt, dass das Teilchen zwei verschiedene Wege gleichzeitig zurückgelegt hat. Das klingt natürlich seltsam, ist bis heute eine der wichtigsten Fragen der Grundlagenphysik und hat schon die besten Wissenschaftler der Welt sehr verwirrt.

Sobald man den Weg des Lichts allerdings verfolgt, legt das Teilchen nicht mehr beide Wege gleichzeitig zurück, sondern jedes Mal nur noch einen der beiden möglichen. Das Wellenmuster, das durch Überlagerung von zwei gleichzeitig zurückgelegten Wegen entstanden ist, verschwindet. Es wird aber noch seltsamer.

Die Entscheidung des Beobachters, welcher der beiden möglichen Wege des Teilchens er messen möchte, beeinflusst den Ausgang des Experiments drastisch.

Gibt es demnach eine geheimnisvolle Bewusstseinskraft des Menschen, die Teilchen, Atome und sogar Moleküle dazu zwingt, einen bestimmten Weg zu wählen? Diese Frage klingt unglaublich und müsste jedem wissenschaftlich Interessierten eine Gänsehaut über den Rücken laufen lassen.

Nimmt der Beobachter Einfluss auf die Beobachtung? Ist unser Denken, unser Bewusstsein am Ende auf geheimnisvolle Weise mit den Quantenteilchen verbunden? Viele seltsame, oft recht esoterische Gedanken wurden in diesem Zusammenhang niedergeschrieben.

Der Schlüssel zum Verständnis dieses Phänomens ist ein ganz simpler Gedanke: Quantenphysikalische Phänomene sind nur in kleinen Systemen sichtbar – etwa bei einzelnen Teilchen. Eine genauere Beobachtung, eine präzise Messung bringt das Quantensystem ganz zwangsläufig in Kontakt mit etwas Großem – mit einem Messgerät, mit einem Beobachter. Das Teilchen und das Messgerät bilden zusammen ein System, das viel zu groß ist, um quantenphysikalische Eigenschaften sichtbar werden zu lassen. Daher dürfen wir uns auch nicht wundern, wenn es mit den Quanteneigenschaften vorbei ist, sobald wir genau nachsehen wollen. Wir und unsere Messgeräte sind schlichtweg zu groß, um feinstoffliche Vorgänge messen zu können. Das betrifft nicht nur das Doppelspalt-experiment, sondern alle Quantenüberlagerungen.

Ein Atom kann gleichzeitig noch vollständig vorhanden und ganz zerfallen sein. Aber wenn man es misst, legt man seinen Zustand dadurch selbst fest und bekommt ein entsprechendes Messergebnis. Wenn man also im Experiment eine Möglichkeit einbaut, den Quantenzustand genau zu ermitteln, dann koppelt man das Teilchen damit an die Außenwelt. Das heißt, da wir selbst aus Quanten, Atomen und Molekülen bestehen, vermessen Quanten praktisch Quanten. Atome beobachten Atome und Moleküle werden von Molekülen beeinflusst. Um dieses Problem zu lösen, müssten wir einen Stand-/Messpunkt außerhalb unserer Welt einnehmen. Da dies nicht möglich ist, bleibt nur eine bestimmte Schlussfolgerung:

Gewisse Vorgänge sind definitiv nicht mehr messbar.

Wenn wir also davon ausgehen, dass es eine Unsichtbare Welt gibt, über die alle Menschen verbunden sind, dann werden wir diese niemals nachweisen können. Wir werden nie imstande sein, sie messen zu können. Wenn Sie also für die Erklärung der Unsichtbaren Welt auf die Wissenschaft setzen, dann werden Sie wohl vergeblich hoffen. Dieses Thema betrifft im Übrigen auch CERN.

 

Das Gottesteilchen

„Das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist eine Großforschungseinrichtung bei Meyrin im Kanton Genf in der Schweiz. Derzeit hat das CERN 22 Mitgliedstaaten. Mit über 3 000 Mitarbeitern ist es das weltweit größte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Teilchenphysik“ (Quelle: Wikipedia). Dort wurde auch das sogenannte Gottesteilchen „nachgewiesen“.

Dieses Teilchen heißt eigentlich „Higgs-Boson“ oder „Higgs-Teilchen“ und ist nach dem britischen Physiker Peter Higgs (* 1929) benannt. Er sagte die Existenz eines solchen Teilchens vor vielen Jahren vorher und erhielt dafür im Nachgang im Jahr 2013 den Nobelpreis der Physik. Dieses Teilchen soll dafür verantwortlich sein, dass aus einem unsichtbaren Feld handfeste Materie entsteht. Das heißt, es wird angenommen, dass alles, was ist, bereits in einer Unsichtbaren Welt 1:1 existiert und durch bestimmte Teilchen praktisch nur noch sichtbar gemacht wird (durch Gottes Hand – „Gottesteilchen“).

Unabhängig davon wird jedoch von den Wissenschaftlern verschwiegen, dass das Nachweisen von solchen Teilchen durch direktes Messen nicht mehr möglich ist (siehe: Doppelspalt-Experiment). Vielmehr ist man darauf angewiesen, andere Phänomene zu messen, um dann Rückschlüsse ziehen zu können, ob ein solches Teilchen entstanden ist oder nicht. Ganz zu schweigen davon, dass dabei nur Wahrscheinlichkeiten angegeben werden können.

Unterhalb einer bestimmten Größenordnung von Teilchen können nur Wahrscheinlichkeiten über ihre Existenz angegeben werden.

Bilden Sie sich selbst eine Meinung. Sind wir vielleicht an eine natürlich vorgegebene wissenschaftliche Grenze gestoßen? Sollten wir uns bei der Erklärung der Welt tatsächlich auf die Statistik, auf errechnete Wahrscheinlichkeiten, verlassen? Ist das tatsächlich ein seriöses und wissenschaftliches Arbeiten, uns etwas als Wahrheit zu verkaufen, was eigentlich nur durch die Auflösung von mathematischen Gleichungen entstanden ist? Etwas, das wir nicht mehr verstehen und schon überhaupt nicht mehr messen können?

Wäre es denkbar, dass die Suche nach immer kleineren Teilchen nie aufhören wird? Immer, wenn wir glauben, wir haben das kleinste entdeckt, stellen wir fest, dass eine noch kleinere Welt existiert? Ist das alles nicht nur eine Art Beschäftigungstherapie für Hochbegabte auf der Sinnsuche? Dazu mehr vom deutscher Physiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg.

 

Die Heisenberg’sche Unschärferelation

Die Heisenberg’sche Unschärferelation besteht in der Aussage der Quantenphysik, dass zwei komplementäre Eigenschaften eines Teilchens nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmbar sind. Sie ist nicht die Folge von technisch behebbaren Unzulänglichkeiten eines entsprechenden Messinstrumentes, sondern prinzipieller Natur. Sie wurde 1927 von Werner Heisenberg (* 1901 – † 1976) im Rahmen der Quantenmechanik formuliert. Die Heisenberg’sche Unschärferelation kann als Ausdruck des Wellencharakters der Materie betrachtet werden.

Zur Wiederholung: Die Elektronen, Neutronen und Protonen der Atome bestehen aus kleineren Teilchen (Quanten) und diese bestehen wiederum aus noch kleineren Teilchen. Diesen Aufbau kann man sich recht hübsch vor Augen führen anhand einer Matrjoschka-Puppe (oder Babuschka-Puppe). Dieses Spielzeug stellt eine aus Holz gefertigte bäuerliche Frau dar, in deren Inneren sich immer kleinere, ineinander verschachtelbare Puppen verbergen. Öffnet man eine, erscheint eine weitere kleinere Puppe. Darin ist wiederum eine noch kleinere Puppe versteckt usw.

Das Unglaubliche an Heisenbergs Erkenntnissen ist, dass es unmöglich ist, genau zu wissen, wo sich diese Teilchen gerade befinden. Die Unschärferelation ist also eine quantentheoretische Version des Sichverirrens: „Entweder weiß man, wo man ist, aber nicht, wohin man geht, oder man weiß, wohin man geht, aber nicht, wo man ist“ (Peter Atkins: „Galileos Finger“).

In der Summe lassen sich wieder nur Wahrscheinlichkeitsaussagen treffen. Aber damit nicht genug: Solange die Auswirkung auf das Teilchen nicht beobachtet wird, scheinen alle nur möglichen Auswirkungen verwirklicht zu sein. „Teilchen können sich zum Beispiel an zwei Orten gleichzeitig befinden!“ (Heinrich Päs: „Die perfekte Welle“) Erst die Messung weist ihnen schließlich einen genauen Ort zu.

Es stellt sich die Frage: „Was machen die Teilchen, wenn man sie nicht beobachtet?“ Auf diese Frage habe ich in der Grundlagenphysik leider bis heute noch keine befriedigende Antwort gefunden. Unabhängig dazu stellt sich die gleiche Frage wie im Kapitel „Doppelspalt-Experiment“. Unterschreitet die Wissenschaft eine bestimmte Größenordnung, um bestimmte Teilchen zu untersuchen, ist eine konkrete Beobachtung nicht mehr möglich. Es können lediglich statistische Ergebnisse berechnet werden. Und versteht das noch jemand, insbesondere unsere wissenschaftliche Elite?

Aber auch dazu gibt es Einsichten auf Seiten der Wissenschaft. Bei der folgenden Theorie zur Erklärung der Unsichtbaren Welt gibt sie fairerweise zu, dass sie vollständig darauf verzichtet, irgendetwas verstehen zu wollen.

 

Stringtheorie

Die Stringtheorie ist ein wissenschaftlicher Versuch, eine alles erklärende Weltformel zu erhalten. Derzeit ist sie für dieses ehrenwerte Ziel der Grundlagenphysik die aussichtsreichste These. Seit den 1990er-Jahren gilt der US-amerikanische Mathematiker und Physiker Edward Witten (* 1951) als der Experte schlechthin für die Stringtheorie. Er wird unter Fachkreisen als der neue Albert Einstein gefeiert.

Im Gegensatz zum Standardmodell der Teilchenphysik sind bei der Stringtheorie die fundamentalen Bausteine, aus denen sich unsere Welt zusammensetzt, keine Teilchen mehr, sondern vibrierende eindimensionale Objekte. Diese eindimensionalen Objekte werden Strings (Saiten) genannt. Elementarteilchen (Quanten) kann man sich dann als Schwingungsanregung der Strings vorstellen, wobei die Frequenz nach der Quantenmechanik einer Energie entspricht.

Grundsätzlich kann diese Theorie nicht mehr intellektuell verstanden werden. Diese These basiert auf der simplen Tatsache, dass bestimmte mathematische Gleichungen konsequent gelöst sowie deren Ergebnisse einfach akzeptiert werden. Die Lösungen werden praktisch von Rechenmaschinen vorgegeben und allgemein anerkannt. Im festen Glauben daran, dass zumindest der Computer sie versteht. Die mathematischen Gleichungen ergeben ein Universum, das aus mehreren Dimensionen besteht. Wie viele es sind, darüber ist sich die Wissenschaft allerdings uneins, da es verschiedene mathematische Ansätze gibt.

Manche „theoretische Physiker“ vertreten sogar die Ansicht, dass die DUNKLE ENERGIE und MATERIE nichts anderes ist als der Einfluss einer anderen Dimension, die auf unsere Welt wirkt bzw. unsere Sonnensysteme und Galaxien zusammenhält. Aber auch die ANTIWELT, bestehend aus Antimaterie, könnte eine Welt sein, die in anderen Dimensionen stattfindet.

Jedoch bietet die Schlussfolgerung, dass unsere Welt lediglich aus Strings besteht, wieder viele abenteuerliche quantenphilosophische Interpretationen. Die STRINGTHEORIE sagt in letzter Konsequenz aus, dass alles, was ist, aus einem Meer von eindimensionalen Objekten besteht. Manche Stringhaufen sind oder werden sichtbar, sodass wir sie in Form von Materie oder Energie als unsere sichtbare Welt erkennen (vergleichbar mit dem „Gottesteilchen“). Während alle anderen Strings zwar immer noch da sind, jedoch lediglich für uns unsichtbar bleiben.

Man könnte auch sagen, dass die Strings wie Legobausteine sind, die je nach Bedarf eine Form annehmen oder nicht. Damit wäre unser Leben nichts anderes als ein Hologramm. Also eine Illusion von sichtbarer Materie, während alles andere ebenso da ist, uns allerdings verborgen bleibt. STRINGS wären damit eine Art Programmierwerkzeug (für wen auch immer), um eine scheinbare Realität zu erschaffen.

Denkt man diese Sätze konsequent zu Ende, dann wäre das Leben lediglich ein Computerspiel und die Programmiersprache würde nicht aus einem binären Code aus Nullen und Einsen bestehen, wie dies in unserer bekannten digitalen Welt der Fall ist, sondern aus Strings.

Ich möchte weiter meinen Phantasien freien Lauf lassen. Wenn das Leben tatsächlich mit einem Computerspiel vergleichbar wäre, dann wäre Gott lediglich der Erfinder dieses „Spiels des Lebens“– sozusagen der Chefprogrammierer – und alles Sein wären nur untergeordnete Programme (siehe: „Matrix-Trilogie“, Lana Wachowski, Lilly Wachowski, 1999).

Computerspiele werden erfunden, damit User spielen können. Vielleicht haben die großen Religionen den Begriff der Seele erfunden, weil sie bereits ahnten, dass die Seele nichts anderes ist als der Mensch selbst, der (in einer anderen Dimension) am Rechner sein eigenes Leben spielt.

In religiösen Schriften bezeichnete man die Seele oft als „Funke Gottes“, was so viel bedeutet wie, dass die Seele ein Teil Gottes ist. Quantenphilosophisch würde damit die Seele ein PC-Spiel nutzen, das von Gott erfunden bzw. programmiert wurde. Damit wäre sie automatisch ein Teil von ihm. Ein User, der am PC „Gottes Spiel“ spielt.

Vielleicht sitzen Sie selbst in einer anderen Dimension an einem Rechner und spielen Ihr eigenes Leben?

Diese Seele habe ich in meinen Publikationen als HÖHERES-ICH oder das SELBST bezeichnet. Das heißt, dass das HI lediglich ein Spiel spielt, dessen Spielregeln beispielsweise „Naturgesetze“ heißen. Oder eine andere Spielregel würde lauten, dass Sie Ihr Leben bestimmen, Sie aber nicht bemerken dürfen, dass Sie es selbst sind, der dies tut.

Aber was wäre, wenn Sie Ihr eigenes Spiel nicht mitspielen würden? Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf der Erde am Rechner und spielen irgendein PC-Spiel. Was würden Sie sagen, wenn Ihr Avatar auf Ihrem Bildschirm bemerken würde, dass er nur Bestandteil eines Spielprogramms ist, bei dem Sie den Joysticks in den Händen halten? Und dann käme Ihr Avatar noch auf die Idee, nicht mehr das zu tun, was Sie ihm mit der Steuerung in Ihren Händen anordnen. Wenn das passieren würde, wie würde es Ihnen ergehen? Ich verspreche Ihnen, wenn Ihr Spieler sowieso macht, was er will, würden Sie den Spaß am Spielen verlieren. Sie würden das Computerspiel entweder beenden, weil Sie vermuten, irgendetwas könnte defekt sein oder Sie würden zumindest diesen rebellischen Avatar „aus dem Spiel nehmen“ („Avatar-Burnout“).

Nach dieser etwas märchenhaften Theorie würde das „Spiel des Lebens“ nur daraus bestehen, dem Sinn eines Spieles zu folgen. Und Sie hätten schlicht die Aufgabe zu gewinnen, schließlich geht es in jedem Spiel der Welt genau darum. Das einzige Instrument, das Ihr User (also Sie SELBST) zur Verfügung hat, um das Spiel zu gewinnen, wäre nicht, Ihnen direkt zu sagen, was Sie zu tun oder zu unterlassen haben, sondern es wäre lediglich erlaubt (Spielregel), Ihnen das Ganze nur indirekt mitteilen zu dürfen. Das heißt, Ihr User kann nur Türen öffnen oder verschließen. Donnern Sie an eine verschlossene Tür, werden Sie mit Leid bestraft. Schreiten Sie mutig durch eine offene, werden Sie mit Glücksgefühlen belohnt.

Vielleicht besteht unser Leben nur aus der Spielregel, geschlossene Türen zu akzeptieren und offene zu nutzen.

Damit wäre das Leben nichts weiter als ein höheres Erziehungsprogramm für das Erlernen von Einsicht und Mut (und einem geschickten Ausweichen von Leid). Ich selbst habe mich viel zu viele Jahre durch Religionslehren, Philosophien, wissenschaftliche Disziplinen und vieles mehr gequält. Ich wollte unbedingt das Leben verstehen, um es im Anschluss kontrollieren zu können.

Erst, als ich einsichtig wurde, dass das Leben nicht kontrollierbar ist, habe ich die Lebensfreude erfahren, die ich viele Jahre vermisst hatte. Mittlerweile bin ich zur Überzeugung gelangt, dass der einzige Sinn im Leben darin besteht, so viel Lebenslust zu erfahren, dass die Frage nach dem Sinn obsolet wird.

Der Sinn des Lebens ist, diese Frage nicht stellen zu müssen.

Damit sind wir am Ende unseres kurzen philosophischen Ausflugs. Vermutlich stecken wir tatsächlich in einer Art Computerspiel. Ich weiß es nicht. Fakt ist, ich empfehle Ihnen, sich eine Lebensphilosophie zuzulegen. Falls Sie keine spirituellen Überzeugungen haben bzw. an nichts „glauben“ können, hoffe ich, dass ich Sie ein wenig inspirieren konnte.

Ich gebe sehr ungern Leseempfehlungen, da es niemals Bücher geben kann, bei denen man dem Inhalt zu hundert Prozent zustimmt. Dies wird Ihnen in diesem vorliegenden Werk sicher nicht anders ergehen. Dennoch möchte ich Sie natürlich auch nicht im Stich lassen, schließlich waren meine bisherigen Ausführungen nur wenige Happen, um Ihren Appetit anzuregen.

Also, wer keine eigene Glaubensphilosophie bezüglich der UNSICHTBAREN WELT finden kann, den Zugang zu religiösen Aspekten ablehnt oder ganz einfach irgendwie in der Luft hängt, der kann sich das eine oder andere nachfolgend aufgeführte Werk zu Gemüte führen.

  • Lüst, Dieter: „Quantenfische“
  • Vaas, Rüdiger: „Vom Gottesteilchen zur Weltformel“
  • Pauldrach, Adalbert: „Das Dunkle Universum“
  • Gribbin, John: „Schrödingers Kätzchen und die Suche nach der Wirklichkeit“
  • Warnke, Ulrich: „Quantenphilosophie und Interwelt“
  • Carl Friedrich von Weizsäcker: alle philosophischen Aufsätze und Publikationen

Zum Schluss möchte ich noch einmal an die „Dunkle Energie/Materie“ erinnern, wonach 95 Prozent der Welt tatsächlich von nicht bekannter Natur ist. Wenn wir in ehrwürdiger mathematischer Manier die restlichen fünf Prozent wegen Geringfügigkeit vernachlässigen, dann bleibt nur eines übrig:

Das Einzige, was heute „wissenschaftlich bewiesen“ ist, ist, dass wir nichts wissen.

Wer mehr dazu wissen möchte, dem empfehle das Buch „Cosmosapiens“ von John Hands (2015). Dort wird sehr vollständig, der aktuelle Stand der Wissenschaft beleuchtet. Beispielsweise wird dargelegt, dass es noch nicht einmal einen Belge dafür gibt, dass es einmal einen Urknall gegeben haben könnte. Dieser angebliche Beginn unserer Welt ist nichts anderes als ein Glaubenssatz der Wissenschaft. Sie sehen auch dort wird geglaubt.  Dieser Begriff Glaube wird dort lediglich durch etwas anderes ersetzt, was ein wenig wissenschaftlicher klingt, wie z.B. Theorie, These oder Modell. Denken Sie also daran, wenn Sie einmal wieder „neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen“ auf den Leim gehen. Wie schon Jakob Johann Baron von Uexküll treffend formulierte:

„Die Wissenschaft von heute ist der Irrtum von morgen.“

Und das Einzige, was Ihnen Sicherheit geben kann, ist Ihr Glaube und Ihre Intuition. Sie beginnen an der Stelle, wo das Wissen aufhört. Dabei ist es unerheblich, an was oder an wen Sie glauben. Wichtig ist nur, dass Sie dies überhaupt tun. Geben Sie nicht Lebensbereiche an die Wissenschaft ab, die allein Ihrer Verantwortung obliegt. Dies ist meiner Ansicht nach eines der wichtigsten Naturgesetze (Spielregel), die es gibt. Der Grund, warum bestimmte Menschen oft besser als andere mit ihrem Leben zurechtkommen, ist ihr fester Glaube an sich selbst, an Gott oder an sonst wen. Denn:

„Der Glaube kann Berge versetzen!“