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Hochsensibler trifft auf krankhaften Narzissten

(Von Silvia Christine Strauch)

Hochsensible Menschen scheinen Narzissten geradezu anzuziehen. Sie sind einfühlsam, suchen den Fehler meist bei sich selbst und versuchen sich möglichst gut in den anderen hineinzuversetzen. Darüber hinaus hat der Hochsensible meist ein Abgrenzungsproblem und umgibt sich oftmals mit Partnern, die ihn für die eigene Befindlichkeit verantwortlich machen. Das verbreitete Helfersyndrom bei Hochsensiblen macht es dem Narzissten leicht.

Was ist Narzissmus

Narzissmus ist ein abnormes, krankhaftes Verhalten, eine Persönlichkeitsstörung. Sie bezeichnet eine übertriebene Selbstbezogenheit. Narzissten sind wahre Meister der Manipulation und suchen sich oftmals empathische Menschen aus, die das Gute im anderen sehen. Im Urgrund sind Narzissten unsichere Menschen. Um sich selbst zu erhöhen, werten sie alles und Jeden um sich herum herab. Keiner ist gut genug, keiner macht auch nur irgendetwas richtig, die ganze Welt stürzt auf einen großen Abgrund zu. Narzissten haben kein Moralempfinden und leben in ihrer eigenen Realität, die keiner nachvollziehen kann. Menschen sind für ihn nur das Mittel, um irgendetwas erreichen zu können. Dabei halten sie sich durchaus für etwas Besonderes, das heißt ihr Auftreten ist selbstbewusst und dominant. Seinen Mitmenschen gegenüber ist er rücksichtslos und geht über Leichen, um seine Meinung durchzusetzen. Gefühle von anderen gelten für ihn nichts, seine eigenen Gefühle stehen über allem. Ein Narzisst reagiert auf Kritik gekränkt und beleidigt, er ist überaus neidisch.

Der Narzisst steht konstant unter Spannung, hat dabei eine aktive, lebendige Ausstrahlung, charismatisch eben, hält aber andere Menschen immer gefühlsmäßig auf Distanz. Narzissten lügen ohne rot zu werden, auch wenn man ihnen das Gegenteil beweisen kann. Sie schrecken auch nicht davor zurück, in einer halben Stunde das Gegenteil vom vorher Gesagten zu behaupten. Der Partner wird auf jeden Fall herabgesetzt wo es nur geht, womit er versucht emotionale Kontrolle auszuüben. Letztendlich überschreitet ein Narzisst konstant die Grenzen seiner Mitmenschen, er vereinnahmt und nutzt sie aus.

Die Beziehung zu einem Narzissten

Die typische Beziehung mit einem Narzissten beginnt außerordentlich positiv. Narzissten können äußerst charmant sein, wenn sie ein Ziel verfolgen. Um ihr Ziel zu erreichen, umgarnen sie ihren neuen Partner nach allen Regeln der Kunst, bestärken ihn in seiner Meinung und machen ihm Komplimente über Komplimente, bis er dahin schmilzt und meint die Liebe seines Lebens gefunden zu haben. Dabei legt er gute Manieren und ein verführerisches Verhalten an den Tag.

Als nächste Stufe erzeugt der Narzisst Mitleid bei seinem Partner, indem er von Krankheiten und Schicksalsschlägen berichtet, um Verständnis vom Partner zu fordern, dabei scheut er nicht davor zurück, dies durch Schluchzen und Weinen zu unterstreichen. Er kann sein Leid als nicht zu ertragendes Drama erscheinen lassen. Erst dann setzt mehr oder weniger langsam die Kehrtwendung ein. Er findet immer mehr negative Dinge an seinem Partner, beteuert aber trotzdem seine Liebe zu ihm. Man kann dem Narzissten nichts recht machen, er spricht viel darüber, sieht aufgrund seiner Liebe aber geflissentlich darüber hinweg. Man sollte ihm wirklich dankbar dafür sein. Andererseits ist man daran schuld, wenn es ihm selbst nicht gut geht. Man widmet ihm zu wenig Zeit, immer und ewig, egal wie viel Zeit man mit ihm verbringt. Oftmals kommt eine krankhafte Eifersucht dazu, so dass man sich nicht mehr getraut überhaupt eine andere Person zu begrüßen. Oder eine Kontrollsucht, am besten man geht nicht einmal mehr alleine einkaufen. Der Narzisst will alles unter Kontrolle haben.

Das Leben mit einem Narzissten

Bei der Gesprächsführung zeigt er schnell Desinteresse, sofern ihn das Thema nicht nachhaltig interessiert. Er wirkt gelangweilt und antwortet meist einfach gar nicht mehr. Er beherrscht den geringschätzigen Blick. In diesem fortgeschrittenen Stadium wird der Narzisst immer übergriffiger, er schreit, brüllt, bis hin zu Tobsuchtsanfällen. Er stellt die Glaubwürdigkeit des anderen in Frage, er macht nicht nur Vorwürfe und Unterstellungen, sondern kann bis zu Bedrohungen gehen. Spott, Zynismus, emotionales Erpressen sind an der Tagesordnung.

Dies führt dazu, dass man sich als Partner zum einen schuldig fühlt und zum anderen eine große Leere in sich verspürt. Es kommt keine wirkliche Nähe auf. Eine Kommunikation gestaltet sich äußerst schwierig, da der Narzisst weder zuhört, noch auf das Gesagte eingeht. Oftmals überhört er Erzähltes einfach. Nur wenn er sich einen Vorteil für sich verspricht, wird er kurzzeitig zuhören. Vorwürfe sind an der Tagesordnung, auch hirnrissige Dinge, die völlig aus der Luft gegriffen sind. Spricht man ihn darauf an, bzw. beweist ihm das Gegenteil, so wird er es mit seinem Stress begründen. Er hat nur gestritten oder Vorwürfe gemacht, um seinen Stress abzubauen, der von seiner Arbeit kommt, von seiner Familie oder von den Nachbarn. Irgendeiner ist immer schuld. Und er scheut sich nicht davor seinen Partner zutiefst zu verletzten, um damit seinen Stress abzubauen, ohne irgendein Gefühl der Reue. Damit übernimmt er Macht und Kontrolle in der Beziehung. Er vermittelt ständig das Gefühl nicht beachtet zu werden, er fordert konstant mehr Bewunderung und Bestätigung.

Der Narzisst sieht sich prinzipiell als Opfer und übernimmt in keiner Weise Verantwortung für sich und sein Handeln. Er hat sich sehr weit von seinem wahren Selbst entfernt, er spürt sich nicht mehr, er kann nicht mehr authentisch sein und sucht in der Außenwelt einen Partner, der diesen Mangel ersetzen kann.

Auch wenn sie dir noch so oft ihre Liebe beschwören, sie wissen nicht was Liebe ist, sie versuchen dich damit nur zu manipulieren. Der Narzisst nimmt und der hochsensible Mensch gibt, das wird sich nie ändern. Die Gefühle anderer Menschen berühren ihn nicht.

Der einzige, der dem Narzissten wichtig ist, ist er selbst. Und selbst wenn man ihn überreden kann therapeutischen Hilfe in Anspruch zu nehmen, wird er eher den Therapeuten wechseln, als sich selbst zu ändern.

Die Aufgabe für den Hochsensiblen

Und hier stellt sich die Frage, was soll ich dadurch lernen? Der Hochsensible soll lernen sich abzugrenzen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und sich klarmachen, dass er für seine eigenen Gefühle verantwortlich ist. Letztendlich soll er sich endlich selbst wichtig nehmen und nicht nur immer die anderen Menschen. Er muss lernen keinen emotionalen Missbrauch hinzunehmen und sein Selbstwertgefühl stärken. Eine Hilfe ist es auch immer, sich aus der Luft wie über einer Bühne schwebend zu beobachten, das gibt Abstand und rückt vieles dahin, wo es hingehört.

Je nachdem wie weit eine hochsensible Person entwickelt ist, kann es im Verlauf der Beziehung zu einem Narzissten auch dazu führen, dass der hochsensible Mensch lernt zu explodieren, laut zu werden und zu streiten, bis hin zur Unsachlichkeit. Man sollte dies als Weg zur Bewältigung der Abgrenzungsproblematik einstufen, solche Ausfälle regulieren sich mit der Zeit wieder. Ein Narzisst lernt übrigens nicht aus seinen Fehlern, der Hochsensible schon, deshalb kann man jedem nur raten sich von einem Narzissten zu trennen. Das sollte man sich selbst wert sein! Jeder verdient einen Partner, der einen um einen selbst willen liebt.

Silvia Christine Strauch, Buchautorin von „Meine Hochsensibilität positiv gelebt“

21 Kommentare

  1. „Narzissmus ist ein abnormes, krankhaftes Verhalten, eine Persönlichkeitsstörung.“ — *MÖÖÖP!* [You failed.] — Wie wär’s denn, wenn man sich erst mal eingehend mit einem Thema auseinandersetzt, bevor man meint, andere darüber aufklären zu können und zu müssen …? Zur Erklärung: Narzissmus ist erst mal KEIN abnormes, krankhaftes Verhalten und auch KEINE Persönlichkeitsstörung. Es wird unterschieden in primären und in sekundären N. Primärer N. gehört zur Gesundheit dazu; Ottonormalbürger würde dazu Selbstliebe sagen. Sekundärer N. ist dem Pol des Krankhaften zuzuordnen; es ist das mit einer Droge vergleichbare Ersatzmittel für Selbstliebe und Mittel zur Betäubung des Mangelgefühls (Leid, unangenehme Gefühle), das daraus resultiert. (Ob es aber gar so „abnorm“ ist, wage ich aber mal zu bezweifeln, da meiner Einschätzung nach die meisten Menschen unverarbeitete psychische Verletzungen in sich tragen, woraus [sek.] N. entsteht, und somit in gewissem Grade „narzisstisch sind“.) Das Vorhandensein von ein wenig sek. N. macht aber noch keine „[narzisstische] Persönlichkeitsstörung“. Und diese wiederum ist nicht gleichzusetzen mit dem Begriff „Narzisst“, denn dieser ist ein sehr schwammiger, der sowohl eine solche bezeichnen kann, aber auch umgangssprachlich für Menschen verwendet wird, die eben sek. N. in einem Maße aufweisen, der schon auffällig für den Deutenden ist. Wird der Begriff in Bezug auf die betreffende(n) Person(en) abwertend (evtl. gar dämonisierend) verwendet, kann der- oder diejenige ja mal bei sich selbst nachschauen, wie es um die (mangelnde) [wahre, d.h. (auch langfristig) erfüllende, harmonisierende, klärende] Selbstliebe steht (oder wahre/-s Selbstaufmerksamkeit/-mitgefühl, nicht Selbstmitleid).
    Und jetzt der Clou: Da hochsensible Personen psychisch sehr vulnerabel(=verletzlich) sind, haben sie häufig eine „gute Portion“ sek. N. aufgrund vieler und/oder besonders tiefer resp. großer seelischer Verletzungen entwickelt. Es gibt sogar Forscher, die vermuten, dass unter psychisch Kranken (inkl. Autisten) stark überproportional HSP vertreten sind (auch wenn dies oft nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, da psychisch Kranke sehr oft Wahrnehmungsprobleme (im doppelten Sinne) mit ihren Gefühlen haben und/oder energiearm sind, sodass und wiederum weil sie sich besonders verhärten müssen, um sich zu schützen und einigermaßen stabil zu bleiben.

    So, eigentlich hatte ich nicht vorgehabt, den Artikel zu Ende zu lesen, hab’s dann aber doch gemacht. Und ich muss sagen, dass er — bis auf die Verwendung der Begrifflichkeiten — doch sehr gut beschreibt, was starken sek. Narzissmus (inkl. narzisstischer Persönlichkeitsstörung) ausmacht.
    Nur die letzten drei Sätze sind kritisch zu sehen:
    „Ein Narzisst lernt übrigens nicht aus seinen Fehlern, der Hochsensible schon, deshalb kann man jedem nur raten sich von einem Narzissten zu trennen. Das sollte man sich selbst wert sein! Jeder verdient einen Partner, der einen um einen selbst willen liebt.“
    Jeder Mensch lernt aus seinen Fehlern (bewusst und/oder unbewusst). Die Frage ist nur, was man als Fehler betrachtet (d.h. welches bewusste oder unbewusste direkte/oberflächliche Ziel hinter der Motivation zu einem bestimmten Verhalten steht, und ob es diesbzgl. erfolgreich ist oder nicht). 😉 Und dass ein „Narzisst“ immer ein „Narzisst“ bleiben müsse, also das „Narzisstsein“ sein ureigenes Wesen wäre, wie es sich sich hier liest, ist nicht so ohne weiteres richtig. Ich bin ein Gegenbeweis.
    Wer aber nun meint, er könne oder müsse seinen narzisstischen Partner „heilen“ (d.h. eher im eigenen Sinne und Interesse verändern), der schaue wiederum auf seine eigenen narzisstischen Omnipotenztendenzen …
    Und: Man zieht an, was man in sich hat … Solltest du, lieber Leser, dich von dem Zitat angesprochen fühlen: Lerne zuerst, dir selbst ein Partner zu sein, der dich um deiner selbst willen liebt (dies ist nicht nur die Aufgabe von „den richtigen Narzissten“ — es ist nett, über andere zu urteilen, zu „richten“, nicht wahr?), dann kommt auch „der richtige Partner“ (nicht wahr? ;-P) in dein Leben … 😉

      1. guter Link, das betrifft den Partner vom krankhaften Narzissten, er selbst erkennt das nicht, er findet sich voll okay so wie er ist.

    1. es gibt einen „gesunden“ Narzissmus und einen krankhaften Narzissmus, für den krankhaften Narzissmus gibt es eine „Punkteliste“. Das ist aber für einen Artikel zu weitreichend. Und wenn man sich die Statistiken der Therapien ansieht, dann erkennt man, durchaus aus Therapeutensicht, dass nach jahrelanger Therapie, zu denen nur wenige krankhafte Narzissten bereit sind, immerhin leichte Veränderungen im Verhalten möglich sind, mehr nicht.
      Selbstliebe, sich selbst ein Partner sein, selbstverständlich, aber das wird kaum gelingen, solange man mit einem krankhaften Narzissten zusammen ist.

    2. „Ich bin ein Gegenbeweis.“ – mitnichten!
      Allein, dass Du den Artikel nicht zu Ende lesen wolltest und nur dabei bist, alles zu widerlegen zeigt Deine Verletzung und übersteigerte Ichbezogenheit nur zu deutlich und es geht darin nicht mal um Dich persönlich.
      Ich als fortgeschrittener HSPler und Kind narzisstischer Eltern kann Dich leider sehen und Dir sagen, es macht keinen Spaß stets und ständig mit Euren Masken dazustehen und in Eure häßlichen Fratzen zu sehen. Es ist herzzerreißend, daß ihr keine Empathie und Zuneigung für euch habt und euch annehmt wie ihr seid. Ihr seid genauso liebenswert wie wir HSPler! Jeder Mensch ist dies. Der allgemein gültige Kodex ist für jeden Menschen Selbstliebe. Wenn es uns nicht gelingt zu allererst uns selbst zu lieben, werden wir immer andere für unser Befinden verantwortlich machen und das ist absolut nicht in Ordnung, weder für HSPler noch für Narzissten noch für alle Menschen. Ich war mit einem Narzissten liiert und wir haben uns getrennt, weil es notwendig war, aber wir verteufeln uns nicht. Wir beide haben uns gesehen und die Verletzungen beendet, um je dem anderem den Freiraum zu geben sich entwickeln zu können. Wir kennen unsere Grenzen und wahren sie. Das sei jedem empfohlen auszuprobieren. Einfach nur, die eigenen Grenzen setzen und wahren als auch die des anderen Menschen (denn das sind wir) zu achten.

      1. Liebe Wilhelmina, danke dafür, dass du so schön mit exakt den Worten beginnst, an denen ich sofort den gleichen Sachverhalt feststellen musste und fast schon antworten wollte- ausführlich, wenn ich nicht gerade so müde wäre und das Schreiben als beschwerlich empfände…Ich könnte zwar stundenlang darüber reden, weil genau das für mich das Angenehmste wäre, aber leider ist das gerade nicht mehr drin nach einem laaaangen Arbeitstag an der Rezeption eines Hotels. Ich sage nur: 16 Jahre, glücklicherweise kinderlos und so oft dem Tod von der Schippe gesprungen, dass ich es nicht mehr zählen könnte, auch wenn ich wollte…LOVE is all we need… Und davon haben wir Gott sei Dank ja mehr als genug. Schade, dass es so so soooi viele Menschen gibt wie diesen Kommentator, die echte Liebe nie werden empfinden, empfangen und-oder geben können. Mit Liebe an dich und alle Menschen geschrieben, selbst wenn sie noch so gefuehlskalt sein mögen!

    3. sorry, Narzissmus IST ein abnormes, krankhaftes Verhalten, eine Persönlichkeitsstörung, es ist keine Selbstliebe, sondern übertriebene „Selbstliebe“, sprich Selbsthass.

      BLABLABLA…

      Du bist allenfalls der Beweis dafür, daß ein Narzisst tatsächlich keine Einsicht zeigt und immer alles besser wissen muss! Ekelhaft.

      1. @ miru:

        sorry, Narzissmus IST ein abnormes, krankhaftes Verhalten, eine Persönlichkeitsstörung, es ist keine Selbstliebe, sondern übertriebene „Selbstliebe“, sprich Selbsthass.

        BLABLABLA…

        Du bist allenfalls der Beweis dafür, daß ein Narzisst tatsächlich keine Einsicht zeigt und immer alles besser wissen muss! Ekelhaft.

  2. Hallo Silvia,
    Danke für diesen Artikel,
    All die Dinge, die ich unbewusst und unartikuliert in mir gefühlt habe, hast Du hier sauber ausgeschrieben.
    Erster Versuch 20 Jahre (mit Kindern, da geht man nicht so schnell), 2. Versuch 8 Jahre. JETZT erst weiß ich, wieso. Ich habe gar nie auf mich geschaut – nur auf den Partner…..Aber das habe ich jetzt hoffentlich überwunden. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt, nicht wahr?
    Ich habe mich erkannt und wie ich ticke. Ich fange an, mich selbst zu achten und mich wertvoll zu fühlen und nur mich selbst zu brauchen. Frage ist nur: wie finde ich mal einen Partner, der NICHT narzisstisch gestrickt ist? Gibt es dazu Literatur? Ganz im Ernst, für mich ist drüber lesen schon Erkenntnis und Hoffnung, es dann mit 50 endlich richtig zu machen und jemanden zu finden, der mich respektiert und nicht wie ein „Sonnenkönig“ (Zitat einer KOllegin) bewundert werden will.
    Liebe Grüße und vielen Dank für diesen Artikel
    Cora

    1. Liebe Cora,
      mein letzter Versuch dauerte nur noch 4 Monate 😉 Da hast du mir einen guten Tipp gegeben mit der Partnersuche, das werde ich in mein neues Buch aufnehmen. Danke für den Hinweis…
      Die Selbstachtung ist wirklich der springende Punkt. Nur mit der nötigen Selbstachtung und Selbstliebe kann man in sich ruhen und dementsprechend agieren.
      Alles Liebe!
      Silvia

  3. Ich hatte einen narzisstischen Chef, der mich ständig mit seiner Frau verglichen hat und mir das als Vertrauen verkaufen wolle. Irgendwann sagte er: „Du bist wie meine Frau vor ihren Entbindungen, die war auch so krankhaft ängstlich.“
    Vielen Dank auch. Ich bin über dieser Beziehung übel krank geworden und erhole mich nur langsam. Es lässt einen völlig leer zurück.
    Vielen Dank für diesen Artikel! Es tut so gut endlich eine Erklärung zu haben.

  4. Ich bin 44 Jahre alt und habe leider nur Beziehungen mit Narzissten oder Menschen mit narzisstischen Persönlichkeitsstörungen in mein Leben gelassen bis es mir gesundheitlich so schlecht geht das ich bis auf 1 Freundin jeglichen Kontakt abgebrochen habe oder mich jetzt von meinen 2 Mann trenne. Das Problem ist das niemand zu hören möchte, gerade nicht wenn man ich der Gesellschaft nach Hilfe fragt. Denn die Gesellschaft akzeptiert uns fördert dieses Verhalten und auch unsere Politik flüchtete sich in endlose Diskussionen ohne jemals zu handeln und akzeptiert damit das es Menschen gibt in Deutschland die sich Fremdschämen für das Verhalten grundsätzlich in Deutschland. Ich bin seit meiner Geburt auf mich alleine gestellt und werde auch in Zukunft Menschen aus dem Weg gehen müssen. Das wär bisher ein einsames Leben und ich glaube nicht das Menschen sich je in ihren Einstellungen ändern werden. Wann wird endlich Frieden als Sinn des Lebens gesehen…den zu bekommen wäre so einfach. Zu einfach als das es je verstanden werden kann. Aber mangelndes Vertrauen macht mein Trauma möglich. Ich erlebe mein Leben in Deutschland als ewigen Krieg aus dem es kein entrinnen gibt. Die Wahrheit liegt offen vor jedem aber Menschen handeln von Geburt an Fremdbestimmt weil das die Erwartung der Gesellschaft ist. Somit sind wir eh verloren denn das ist das einzige was eine Tatsache ist. Und diese Angst wird uns beigebracht….danke Gesellschaft das ihr euch (denen der Schuh passt) unbewusst daran beteiligt das ein Mensch in Deutschland ausgegrenzt wird. Ihr solltet euch schämen.

    1. Liebe Birgit,
      ich bedauere, dass du solche Erfahrungen machen musstest. Aber alles was passiert, hat meiner Meinung nach, einen Sinn. Es nutzt nichts, die Schuld bei anderen Menschen, der Gesellschaft oder der Nation zu suchen. Es geht darum Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und bei sich selbst und im eigenen Umfeld etwas zu ändern. Um dafür Mut zu fassen, hilft es sich zum Beispiel einem lokalen Mediationszirkel anzuschließen, um dort Gleichgesinnte zu finden. Auch kann man therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, die Begleitung eines Coaches vereinfacht einiges.
      In diesem SInne wünsche ich dir nur das Beste für die Zukunft und dass du bald deinen Weg finden wirst.
      Herzliche Grüße
      Silvia

  5. Liebe Silvia

    Ich kann das alles bestätigen was du geschrieben hast. 👍🏻 Ich HSP war mit einem Narzissten verheiratet.
    Ich habe dieses Spiel 20 Jahre mitgespielt. Erst nach der Scheidung ist mir bewusst geworden, wie unfrei ich mich die ganze Zeit gefühlt habe. Da war mal die finanzielle Abhängigkeit, falsch verstandene Liebe (romantische Liebe), Angst vor dem Verlassen werden usw. Ich hatte eine ziemlich grosse „Baustelle“zu bewältigen. 😢 Doch es hat sich gelohnt da mal hinzuschauen und die Eigenverantwortung
    wahrzunehmen. 😄

    Alles Liebe
    Carina

    1. Liebe Carina,
      wow, 20 Jahre ist wirklich eine lange Zeit. Aber man braucht einfach so lange wie man braucht zu einer bestimmten Entwicklung. Hauptsache es geht dir jetzt besser.
      Alles Gute für die Zukunft!
      Herzliche Grüße
      Silvie

  6. Ciao Silvia!
    Ich finde deinen Artikel recht treffend und habe mich selbst länger mit dem Thema auseinandergesetzt.

    Meist ist es doch so in diesen ungesunden Partnerschaften, dass beide vom anderen zu viel verlangen, nämlich glücklich gemacht zu werden.
    Leider stellen narzisstische Persönlichkeiten ihre eigenen Belangen in den Mittelpunkt der Partnerschaft und darum dreht sich dann alles, meist auf Kosten der Bedürfnisse des anderen.

    Warum Hochsensible das mitspielen ist mir noch ein Rätsel, wahrscheinlich überschätzen sie sich zuerst, und verzweifeln dann, weil sie die Probleme des anderen nicht lösen können.
    Jedenfalls erkennen sie durch die Partnerschaft meist ihre eigenen manipulativen Muster, die sie nach der Trennung aufarbeiten.

    1. Hi Susanna ;-),
      HSPs wollen Harmonie und gehen deshalb oftmals zu sehr auf den anderen ein, das nutzt ein Narzisst natürlich ganz besonders aus. Ich denke, dass es hauptsächlich die Abgrenzungsproblematik einer HSP ist, die sie in diese Situation bringt und an der man wachsen soll. Und, da gebe ich dir Recht, sehr oft ist es so, dass Jemand meint, wenn ich die Probleme des anderen löse, dann macht er mich glücklich… aber so funktioniert das Leben nun mal nicht, es geht darum Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.
      Liebe Grüße
      Silvia

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