Hochsensible Sinne mit Hilfe der Natur beruhigen

(Von Kerstin Gerritzen)

Hinter jeder Hochsensibilität steckt eine Herausforderung! Wenn die Reize Sie mal wieder zu überwältigen drohen, ist es an der Zeit, mal wieder hinaus an die Luft zu gehen! Nicht nur die Natur an sich mit all ihren Farben und Gerüchen kann helfen mit der Überreizung des Alltags umzugehen, sondern auch die Freiheit, die sie ausstrahlt.

Und nicht nur Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang – diesen sollten auch Sie unbedingt ausleben! Schlendern, Sammeln und Staunen weckt Glücksgefühle, welche nicht als Überreizung empfunden werden können, wenn es aus Ihnen selbst herauskommt. Gehen Sie auf Ihre Bedürfnisse ein und erwarten Sie nicht zu viel von sich selbst.

Doch wie kann die Natur dabei helfen, die überreizten Sinne zu beruhigen?

Die Farbe Grün beruhigt den sensiblen Sinn des Sehens, die natürlichen Gerüche aus Laub, Gräsern und Blüten entspannen den Sinn des Riechens und die Stille und das Zwitschern der Vögel, das Rascheln oder Rauschen der Blätter beruhigen den Sinn des Hörens. Fühlen Sie die Natur mit den Händen, nehmen Sie alles ganz bewusst wahr und sprechen Sie über die Empfindungen. Je öfter und intensiver Sie die Natur erleben, desto ruhiger, gelöster und entspannter werden Sie.

Hochsensible Menschen spüren intensiver als andere. Einige tun dies über die Haut:

Daher ist das Barfußgehen besonders hilfreich für sie.

Haben Sie besondere Schwierigkeiten mit dem Berühren von Stoffen, Materialien? Oder berühren Sie diese vielleicht besonders gerne? Oder haben Sie Schwierigkeiten mit Nähe oder Berührungen von anderen Menschen? Bei allen sensorischen Auffälligkeiten bietet es sich an, die Umwelt „pur“ zu erleben. Das bedeutet, dass die hochsensible Person die Dinge meiden sollte, die sie als unangenehm empfindet, darüber hinaus jedoch andere Dinge zu berühren erfährt, die sie als angenehm empfindet. Und zwar pur, ohne Schuhe, Socken oder Handschuhe. Und Sie werden staunen, dass das Nervensystem in der Lage ist, auch andere Signale als einen Alarm an das Gehirn zu senden!

Finden Sie heraus, worauf Sie positiv reagieren!

Gehen Sie dazu raus in die Natur, ziehen Sie die Schuhe und Socken einmal aus und gehen Sie über unterschiedliche Untergründe wie Gras, Steine, Holz, Stroh, Sand, Blätter. Auch im Winter sind einige wenige Minuten erlaubt. Einige Städte und Gemeinden bieten bereits Barfußpfade an, welche man nutzen kann, oder man nutzt einfach das, was natürlich gegeben ist. Der Wald eignet sich jedoch durch die verschiedenen natürlichen Beschaffenheiten besonders gut.

Der Schlüssel zu einem entspannten, hochsensiblen Leben ist, die hochsensiblen Sinne anzusprechen, sie jedoch nicht zu überfordern.

Die Natur geht dabei sehr sanft vor. Beobachten Sie doch mal die Bienen bei Ihrer Arbeit, besuchen Sie einen Imker in Ihrer Nähe und setzen sich neben eine Bienenbeute. Nicht nur das Beobachten und Zuhören der Bienenvölker hat eine heilende Wirkung, sondern auch das Einatmen der besonderen Gerüche in einem Bienenstock. Es wird als besonders beruhigend, jedoch auch energetisierend empfunden und erweist sich somit als ideal für hochsensible Menschen.

Wer könnte uns mehr Ruhe geben und näher zu uns selbst bringen als die Natur?

Kerstin Gerritzen, https://www.regiogan-leben.de

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