Die 8 wirksamsten Methoden gegen Angstzustände und Panikattacken für HSP

(Von Julia Hornstein)

Dein Herz rast, du bekommst Schweißausbrüche, zitterst, ein Gefühl der Beklemmung überschwemmt dich. Plötzlich hast du Angst die Kontrolle zu verlieren, du fühlst dich hilflos und befürchtest einen Herzinfarkt zu bekommen oder sterben zu müssen.

So geht es täglich vielen Menschen, sie fühlen sich gefangen und der Situation ausgeliefert. Sie gehen von einem Arzt zum nächsten, lassen sich durchchecken, aber alles ist in Ordnung. Die Diagnose: Angststörung. Hochsensible Menschen sind von dieser Diagnose besonders häufig betroffen. Da sie nicht nur von äußeren sondern auch von inneren Einflüssen, wie Gefühle und Gedanken, schnell überwältigt werden.

Eine Angststörung kann das Leben massiv einschränken. Der Kreis der Angst zieht sich immer enger und im schlimmsten Fall können Menschen nicht einmal mehr das Haus verlassen. Begleitsymptome wie Magen-Darm Beschwerden und Schlafstörungen sind keine Seltenheit. Verhaltensänderungen wie sozialer Rückzug und die Vermeidung von „angeblich“ angstauslösenden Situationen verstärken die Problematik noch zusätzlich.

Warum „angeblich“? Unser Gehirn lernt sehr schnell, besonders in Bezug auf negative oder bedrohliche Situationen. Einmal eine Panikattacke im Supermarkt und es ist jedes Mal aufs Neue eine Qual einkaufen zu gehen. Das Gehirn verknüpft Situationen unheimlich schnell mit unangenehmen Körperreaktionen. Dabei ist der Supermarkt gar nicht der Auslöser.

 

Meine 8 Tipps bei Angstzuständen und Panikattacken

  1. Mach dir als erstes unbedingt klar, da Angst und die damit einhergehenden Symptome eine völlig normale körperliche Reaktion ist. Die Symptome sind nicht schädlich für die körperliche Gesundheit.
  1. Versuche nicht die Angst zu bekämpfen, dadurch wird sie sich dir nur noch deutlicher zeigen. Versuche stattdessen sie anzunehmen. In solchen Situationen hilft es ungemein, sein Spiegelbild zu betrachten. Schließe Freundschaft mit deiner Angst, denn sie gehört zu dir.
  1. Bleibe in der Realität, beobachte oder beschreibe (innerlich oder laut) deine Umgebung. Gerne auch in einer anderen Sprache, das fordert das Gehirn und du kannst leichter in der Realität bleiben.
  1. Verstärke die Angstreaktionen nicht durch übertriebene, eigentlich unrealistische Katastrophengedanken, denn das treibt dich tiefer in die Angstspirale. Es handelt sich hier um völlig normale körperliche Reaktionen, die nicht gefährlich sind.
  1. Nimm dir Zeit und bleibe unbedingt in der Situation, bis die Angstreaktion wieder abnimmt. Beobachte bewusst, wie die Angst von alleine wieder verschwindet. Das erzeugt Erfolgserlebnisse und die sind unglaublich wichtig.
  1. Vermeide keine Angstsituation. Setze dich allen Situationen aus – ggf. nach Schwierigkeit gestuft – die dir Angst machen. So eroberst du dir dein Leben nach und nach wieder zurück.
  1. Sei unbedingt stolz auf deine Erfolge. Auch auf die ganz Kleinen. Am besten du notierst sie dir, so hast du deine Fortschritte schwarz auf weiß.
  1. ENTSPANNUNG, ENTSPANNUNG und ENTSPANNUNG!

Warum? Weil gerade bei hochsensiblen Menschen und Angstpatienten das grundlegende Anspannungsniveau schon relativ hoch ist. Da braucht es manchmal nur einen kleinen Auslöser, ein Gedanke, ein Wort, eine Situation und die Schwelle zur Angst ist schnell überschritten. Mit regelmäßigem Entspannungstraining senkst du dein Grund-Stressniveau erheblich. Du wirst gelassener und dein Körper wird viel seltener mit Angst reagieren.

Das waren meine Tipps zum Umgang mit der Angst. Ich hoffe sie helfen dir weiter und ich wünsche dir ganz viel Erfolg beim zurückerobern deines Lebens!

Julia Hornstein, Praxis für Entspannung & Achtsamkeit,  www.alltags-oase.de

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